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Discographie
Original Motion Picture Soundtracks
zur Discographie

  The Perfect Storm


Jahr:
2000

Label:
Sony Classical
(SK 89282)

Spielzeit:
79:26

Komponiert:
Orchestriert:
Dirigiert:
Produziert:
James Horner
J.A.C. Redford und James Horner
James Horner
James Horner und Simon Rhodes

1.
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Coming Home From The Sea
"The Fog´s Just Lifting..."
"Let´s Go, Boys"
To The Flemish Cap
The Decision To Turn Around
Small Victories
Coast Guard Rescue
Rogue Wave
"There´s No Goodbye...Only Love"
Yours Forever

9:25
4:12
8:54
7:18
9:21
8:31
9:48
10:03
7:33
4:02


Rezension von Daniel Frömmig
Oktober 1991, Wetterchaos im Nord - Atlantik. Ein gewaltiges Unwetter fegt über den sonst so ruhigen Ozean hinweg und bringt das Meer in Wallung. Riesige Wellenberge entstehen durch die schier unbeugsame Kraft des von Sturmregen begleitenden Hurrikans. Mitten im Zentrum des gewaltigen Naturschauspiels befindet sich das unscheinbare Schwertfischerboot "Andrea Gail". Die Crew des tapferen, kleinen Schiffes beginnt ihren verzweifelten Kampf ums Überleben .... Man könnte ihn ja fast schon "Sir" James "Aquarius" Horner nennen, denn wiederum ist er der Mann, der das tragische Schicksal eines in Seenot geratenen Schiffes musikalisch zu untermalen versucht. Obwohl "Der Sturm" nur in einigen Ansätzen an den fast schon legendären Erfolgssoundtrack zum Untergangsspektakel Titanic herankommt, versteht er es wiederum das Element Wasser als todbringendes Element zu charakterisieren.

Es ist schon verblüffend wie er in "The Decision To Turn Arround" nur mit Hilfe der Instrumente die Vorstellung von jenen, riesigen Flutwellen erweckt, die vor 10 Jahren die Mannschaft der Andrea Gail in Angst und Schrecken versetzte. Durch wiederkehrende Trommelwirbel in Kombination mit lauterwerdenden Blechbläser, die sich schließlich harmonisch mit Cellos und einzelnen Paukenschlägen auflösen, muss man fast schon richtig bangen, dass man nicht selbst plötzlich von einer riesigen Welle aus dem Lautsprecher erfasst zu werden droht. Sehr gelungen sind auch Musikabschnitte, in denen ein ständiger Wechsel zwischen dramatischen Hochseekompositionen und ruhigeren, sehr melodiösen Abschnitten herrscht. Diese Themenvariation zwischen Überlebenskampf und Hoffnung kommt in "Small Victories" am besten zur Geltung. Bemerkenswert nicht nur bei diesem Titel sind die tollen Übergänge von einer freundlichen in eine eher verzweifelte, fast schon ausweglose Stimmung. Schon allein Titel 1 "Comming Home From The Sea", der gleich zu Beginn des Filmes ertönt, garantiert eine ansehnlich klingende Mischung aus Ruhe, Trübsal und Lebensfreude. Beachtenswert und sehr innovativ hierbei ist der Einsatz einer E - Gitarre (!), die im Zusammenspiel mit dem gesamten Orchester den ankommenden Fischerbooten einen triumphalem Empfang liefert. Hier ertönt zugleich das relativ unspektakuläre Hauptthema, dass aber nach mehrmaligem Hören richtig gut klingt. Obwohl die Hauptmelodie sehr simpel daherkommt hat Horner bei diesem Titel wirklich ganze Arbeit bei der musikalische Umsetztung letzteres geleistet.

Ein Actionthema der Extraklasse erwartet uns in "Coast Gard Rescue". Dieser rythmische gehaltene Track untermalt die dramatischen Rettungsaktionen der fast hilflosen Küstenwache. Ein hektischer Wettstreit aus Streichern, Xylophonen und Posaunen mit fanfahrtenartigen Trompeteneinsätzen machen diesen Titel zu einem echten Highlight des Albums. Jedoch gibt es nicht nur Glanzpunkte in Horners Album. Wenn es noch weiterte Kritikpunkte neben dem eher schlichten Hauptthema geben sollte, dann sind es die teilweise ungenießbaren Abschnitte sowohl am Ende von "Coast Guard Rescue" als auch in "Rogue Wave" sowie im hochgelobten Titel "The Decision To Turn Arround". Was zum Film zwar wirklich gut passt, klingt im CD - Player einfach nur nervig. Trotz der kleineren Schönheitsfehler ist "The Perfect Storm" ein kompositorisch auf höchstem Niveau angesiedelter Soundtrack, der an Melodienreichtum wohl kaum noch zu überbieten ist. Mit einer CD Auslastung von fast 99% inklusive des Bonustracks von John Mellencamp gehört er mit einer Länge von 79:10 Minuten zu den umfangreichsten Scores die ich kenne. Selbst wenn man den Film nicht gesehen hat kann man bedenkenlos zugreifen, denn für die investierten 30 DM zieht Horner alle Register.


James Horner - In a world of dreams